Der Plagiatsjäger Stefan Weber hat Blut geleckt …

... schreibt Jan Michael Marchart am 9. Jänner 2021 im Standard und
es scheint ihm trefflich zu schmecken - vor allem schwarzes Blut!

Nach seinem Fangschuß auf Christine Aschbacher, der ihm gehörige Medienpräsenz einbrachte, ist jedoch in diesem Fall “noch nicht das Ende der Fahnenstange” erreicht.

So macht er – vielleicht um seine Popularität zu fördern (dass er sich als Gralshüter der “wissenschaftlichen Redlichkeit” geriert, ist wohl ein wenig selbstüberschätzend) – nun Jagd auf andere (ÖVP)-Politiker. Angefordert hat er die Doktorarbeit von Frauenministerin Susanne Raab und Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ist das nicht auch ein wenig frauenfeindlich?) um sie zu “prüfen”, d.h. seiner Plagiatssoftware zum Fraße vorzuwerfen. Hoffentlich gelingt es diesmal, ohne dass das “Plagiatsprotokoll ein dreistes Plagiat” ist!

Die Interpretation des Plagiatsprotokolls und damit die Feststellung. ob ein Plagiat vorliegt, reichen Herrn Weber nicht aus. Er fühlt sich offenbar bemüßigt, auch die Qualität der geprüften Arbeiten zu kommentieren und ist dabei in seiner Wortwahl nicht unbedingt auf “akademischem“ Niveau.
“… noch nie gelesene Abgründe von Kauderwelsch, Unsinn und Plagiat”, auch “Geschwurbel”
waren da zu lesen und/oder zu hören.

Als einer, der augenscheinlich in der Gesamtwissenschaft alles weiß, beurteilt er die Abschlussarbeit (eines MSc-Lehrgang an der Donauuniversität Krems) von Innenminister Karl Nehammer (ÖVP !) „Qualitativ nicht gut, aber kein Plagiat. – Es wäre interessant, welche Note Peter Filzmaier dieser Arbeit vom Innenminister gegeben hat.“
Der KURIER hat es erfahren: Es war ein „Gut“.

Der “Robin Hood der wissenschaftlichen Redlichkeit” sollte lieber dem Sprichwort “Schuster, bleib bei deinem Leisten!” folgen und auch seine Äußerungsfomen “akademisieren 😉

P.S.:  Wer suchet, der findet!

Nun ist zwar auch Weber in der Wissenschafts-Community nicht unumstritten.
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Medienspiegel:
2021-01-12 Ex-Ministerin Aschbacher drohen heftige Konsequenzen – Ida Metzger – Kurier
2021-01-11 Nach Aschbacher-Affäre: Politik hofft auf ein reinigendes Gewitter – Ute Brühl, Bernhard Gaul – Kurier

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