{"id":3217,"date":"2020-09-16T13:40:13","date_gmt":"2020-09-16T11:40:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.peter-simon.at\/old-simon-says\/?p=3217"},"modified":"2020-09-17T10:15:26","modified_gmt":"2020-09-17T08:15:26","slug":"sind-zu-viele-platik-flaschen-in-der-eu-burokratie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.peter-simon.at\/old-simon-says\/sind-zu-viele-platik-flaschen-in-der-eu-burokratie\/","title":{"rendered":"Sind zu viele (Platik-)Flaschen in der EU-B\u00fcrokratie?"},"content":{"rendered":"<p>Wer ist Verteter der Gesinnungsethik?<\/p>\n<p>[expand title=&#8221;Artikel&#8221;]  \u201ePolitisches Tempo 140 der Gr\u00fcnen\u201c<br \/>\nPlastikm\u00fcll. Die Frage, was mit leeren Flaschen passieren soll, sorgt f\u00fcr Wirbel. Es geht um die Umwelt und um viel Geld<br \/>\nVon Simone Hoepke<\/p>\n<p>\u201eIch werde der Plastikflut in \u00d6sterreich nicht l\u00e4nger zusehen\u201c, sagt Umweltministerin Leonore Gewessler und pocht auf ihren 3-Punkte-Plan (siehe Info-Kasten). F\u00fcr diesen habe sie aus der Bev\u00f6lkerung viele positive R\u00fcckmeldungen erhalten: \u201eDas Thema ber\u00fchrt, wie kaum ein anderes\u201c, sagt Gewessler.<br \/>\nUnd prompt werfen ihr Kritiker vor, dass es in der aktuellen Diskussion nur um politisches Kleingeld geht. \u201eDas Einwegpfand scheint das politische Tempo 140 der Gr\u00fcnen zu sein. Bringt zwar nichts, ist aber eine gute Symbolpolitik f\u00fcr die Partei\u201c, sagt etwa Christoph Scharff von der Altstoff Recycling Austria (ARA). Kunststoffflaschen w\u00fcrden nur einen kleinen Teil (16 Prozent) des Plastikabfalls ausmachen, notwendig sei ein Gesamtkonzept. \u201eWill man, dass die Sammelquote steigt, muss man es den Leuten einfach machen. Sagt man ihnen, der Joghurtbecher kommt in den Gelben Sack und die PET-Flasche bringen Sie jetzt bitte wieder zur\u00fcck ins Gesch\u00e4ft, macht das die Sammlung nur komplexer\u201c, \u00e4rgert sich Scharff.<br \/>\nBlick \u00fcber die GrenzenEin Bef\u00fcrworter von Gewesslers Pl\u00e4nen ist Christian Abl von der \u00d6PG PfandsystemgesellschaftmbH, die erst Anfang 2020 gegr\u00fcndet wurde und f\u00fcr ein Pfandsystem lobbyiert. Unter anderem mit Verweis auf andere L\u00e4nder. Europaweit haben bereits zehn Nationen ein Pfandsystem, darunter Deutschland, Kroatien, die Niederlande oder Finnland.<br \/>\nAllen L\u00e4ndern sei eine Sammelquote jenseits der 90-Prozent-Marke gemein, in Deutschland liegt sie bei 98 Prozent, betont Abl.<br \/>\nDen Widerstand seitens der Handelsvertreter k\u00f6nne er nicht verstehen. \u201eDas vorgebrachte Ph\u00e4nomen des H\u00e4ndlersterbens sehen wir nicht.\u201c Im Gegenteil. Da Kunden Pfandflaschen zur\u00fcck ins Gesch\u00e4ft bringen, g\u00e4be es mehr Frequenz. Auch seien kleine H\u00e4ndler nicht gezwungen, teure R\u00fccknahmeautomaten zu kaufen. Schlie\u00dflich w\u00fcrden auch in Litauen oder Norwegen viele Flaschen h\u00e4ndisch und nicht maschinell zur\u00fcckgenommen werden. \u00dcberhaupt laufe die Debatte in Deutschland ganz anders als in \u00d6sterreich, sagt Abl, der auch Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von Reclay \u00d6sterreich ist (einer Gruppe, die in Deutschland Marktf\u00fchrer bei der Sammlung und Verwertung von Leichtverpackungen ist). \u201eIn Deutschland wehrt sich der Handel sogar dagegen, dass an Bahnh\u00f6fen R\u00fcckgabeautomaten aufgestellt werden. Sie wollen das Gesch\u00e4ft f\u00fcr sich.\u201c Das ist angesichts der hohen Investitionen in die nun bereits bestehenden R\u00fcckgabeautomaten allerdings auch wenig verwunderlich, kontern Kritiker aus \u00d6sterreich. So gesehen war die Ausgangslage bei Einf\u00fchrung des Einwegpfands in Deutschland im Jahr 2003 auch eine andere als jetzt in \u00d6sterreich. Hierzulande gibt es aktuell viele Sammelstellen und zudem den Gelben Sack. Tirol, Vorarlberg und das Burgenland erreichen bereits Sammelquoten jenseits der 90-Prozent-Marke und \u00fcbererf\u00fcllen damit sogar die EU-Vorgaben.<br \/>\n\u201eWieso soll in diesen Bundesl\u00e4ndern nun ein Pfand auf PET-Flaschen eingehoben werden? Das ist absurd\u201c, sagt Gaby J\u00fcly, Pr\u00e4sidentin des Verband \u00d6sterreichischer Entsorgungsbetriebe (VOEB).<br \/>\nEin Standpunkt, den freilich auch die ARA vertritt. Kommt ein Parallelsystem, geht das zu Lasten der ARA (hinter der wiederum zu je einem Drittel H\u00e4ndler, Abf\u00fcller und die Verpackungsindustrie stehen).<br \/>\nQuoten f\u00fcr RecyclateAuch Konkurrent Interseroh pl\u00e4diert f\u00fcr einen ganzheitlichen Ansatz, beginnend beim Verpackungsdesign bis hin zum Wiedereinsatz des Recyclingmaterials.<br \/>\n\u201eUm den Einsatz von Recyclaten zu steigern, braucht es verpflichtende Recyclatquoten\u201c, findet Interseroh-\u00d6sterreich-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Franz Sauseng. Derzeit geht die Recyclat-Nachfrage gerade nach unten. Nicht nur coronabedingt, auch weil Erd\u00f6l und damit der Origin\u00e4rstoff derzeit g\u00fcnstig ist.<\/p>\n<p>    Zur\u00fcck<br \/>\n    PDF<br \/>\n[\/expand]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Warum soll die PET-Flasche nicht mehr un den Gelben Sack sondern in den R\u00fcckgabe-Automaten? Vielleicht weil man die \u00d6PG Pfansystemgesellschaft (ger\u00fcndet Anfang 2020) &#8220;retten&#8221; will? <br \/> <br \/>\nGewesslers Pl\u00e4ne zur Reduktion von Plastikm\u00fcll bringen Entsorger auf die Palme. Es geht um die Umwelt und um viel Geld<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[26],"class_list":["post-3217","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized","tag-energie","entry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.peter-simon.at\/old-simon-says\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3217","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.peter-simon.at\/old-simon-says\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.peter-simon.at\/old-simon-says\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.peter-simon.at\/old-simon-says\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.peter-simon.at\/old-simon-says\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3217"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.peter-simon.at\/old-simon-says\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3217\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3238,"href":"https:\/\/www.peter-simon.at\/old-simon-says\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3217\/revisions\/3238"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.peter-simon.at\/old-simon-says\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3217"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.peter-simon.at\/old-simon-says\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3217"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.peter-simon.at\/old-simon-says\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3217"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}